
Religionsroute „Jüdisches Leben und christliche Reformation“
Das Zusammenspiel von Kultur und Religion ist Thema dieser Route, auf der Sie den Spuren Martin Luthers folgen und Zeugnissen des historischen und modernen jüdischen Lebens in Deutschland begegnen. Tagestouren ab Mainz, Eisenach, Erfurt und Leipzig führen Sie innerhalb von 10 Tagen zu 7 UNESCO-Welterbestätten.
Fahrräder können Sie vor Ort mieten, bitte fragen Sie dazu beim örtlichen Tourist Office nach Adressen. Wenn Sie Ihr eigenes Fahrrad nutzen möchten, können Sie es auf allen Verbindungen innerhalb der Route im Zug mitnehmen. Bitte beachten Sie in diesem Fall, bei der Anreise mit dem ICE oder IC frühzeitig Fahrradstellplätze zu reservieren.
Ihre genauen Zugverbindungen finden Sie unter www.bahn.de
Empfohlene Reisedauer: 10 Tage
Empfohlene Transportmittel: Zug, Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel
Besuchte UNESCO-Welterbestätten: 7

Mainz (2 Übernachtungen)
Tag 1: Entdeckung der Mainzer SchUM-Stätten und ihrer bedeutenden jüdischen Geschichte. Der Rundgang führt zum Alten Jüdischen Friedhof „Judensand“, ins Landesmuseum mit seiner umfangreichen Sammlung zur jüdischen Kultur sowie zur Neuen Synagoge. Die 2010 eröffnete Synagoge, entworfen vom Architekten Manuel Herz, setzt dabei einen eindrucksvollen modernen Akzent inmitten der historischen Stadt.

Tag 2: Ausflug nach Worms und Rundgang durch die historische Altstadt. Neben dem Wormser Dom und dem Lutherdenkmal stehen die dortigen SchUM-Stätten im Mittelpunkt: der Heilige Sand, einer der ältesten erhaltenen jüdischen Friedhöfe Europas, sowie das historische Jüdische Bad (Mikwe). Die Orte erzählen von der jahrhundertelangen Geschichte jüdischen Lebens am Rhein und machen die besondere Bedeutung der SchUM-Gemeinden unmittelbar erlebbar.


Eisenach (2 Übernachtungen)
Tag 3: Weiterfahrt nach Eisenach. Bei einer Stadtrundtour lässt sich Eisenachs reiche Geschichte entdecken: vom historischen Rathaus über das Stadtschloss mit dem Thüringer Museum bis zur Georgenkirche, der Taufkirche Johann Sebastian Bachs. Die Verbindung von Stadtgeschichte, Musik und mittelalterlicher Baukultur macht Eisenach zu einem besonderen Zwischenstopp der Reise.
Tipp für Musikliebhaber: Im weltweit größten Museum für Johann Sebastian Bach in Erfurt erwartet Sie eine multimediale Ausstellung rund um Leben und Werk des Komponisten. Täglich stattfindende Livekonzerte mit historischen Instrumenten machen Bachs Musik unmittelbar erlebbar.
Tag 4: Spaziergang zur mittelalterlichen Wartburg über den Luthererlebnispfad (ca. 2,5 Std.). Oben angekommen führt eine Besichtigung durch die beeindruckenden Räume der Burg und zu historischen Schauplätzen wie der Lutherstube, in der Martin Luther das Neue Testament ins Deutsche übersetzte.
Tipp für Naturliebhaber: Ausflug in den Nationalpark Hainich (Hainichbus 1 h,) Besuch des Baumkronenpfads und Wanderung im Hainich
Erfurt (2 Übernachtungen)
Tag 5: Weiterfahrt nach Erfurt. Bei einem Rundgang durch die mittelalterlich geprägte Altstadt entdecken Sie mit der Krämerbrücke eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt und folgen den Spuren Martin Luthers am Dom St. Marien und im Augustinerkloster. Ein besonderer Höhepunkt ist die Alte Synagoge, die als älteste bis zum Dach erhaltene Synagoge Mitteleuropas gilt. Hier wird auch der berühmte Erfurter Schatzfund präsentiert, der eindrucksvoll von der jüdischen Geschichte der Stadt erzählt.
Tipp für Wanderer: Erfurt ist eine Etappe des Thüringer Lutherwegs und lässt sich daher auch hervorragend mit einer Wanderung verbinden.
Tag 6: Ausflug nach Naumburg. Im Mittelpunkt steht der beeindruckende Naumburger Dom, ein herausragendes Meisterwerk der Architektur und Bildhauerkunst des 13. Jahrhunderts und UNESCO-Welterbe. Neben den berühmten Stifterfiguren lässt sich hier auch ein Stück Reformationsgeschichte entdecken: Martin Luther weihte in Naumburg den weltweit ersten evangelischen Bischof.




Lutherstadt Wittenberg (1 Übernachtung)
Tag 7: Ausflug in die Lutherstadt Wittenberg. Bei einem Rundgang durch die Lutherstadt Wittenberg geht es auf die Spuren der Reformation. Im Lutherhaus, dem weltweit größten reformationsgeschichtlichen Museum, lässt sich die Geschichte Martin Luthers und der Reformation eindrucksvoll entdecken. Anschließend führt der Weg zur Schlosskirche, an deren Tür Luther der Überlieferung nach seine 95 Thesen veröffentlichte.
Tipp: Ein Ausflug in das Biosphärenreservat Mittelelbe, Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe, bietet einen reizvollen Kontrast zur Kulturgeschichte Wittenbergs. In der weitgehend naturbelassenen Auenlandschaft finden zahlreiche seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten einen geschützten Lebensraum, darunter Eisvogel, Seeadler und die seltene Sibirische Schwertlilie.
Lutherstadt Eisleben (1 Übernachtung)
Tag 8: Weiterfahrt nach Eisleben. Auf den Spuren Martin Luthers stehen das Geburtshaus und das Sterbehaus des Reformators sowie die gotische Taufkirche St. Petri-Pauli auf dem Programm. Die historischen Orte vermitteln einen eindrucksvollen Einblick in Luthers Leben und seine enge Verbindung mit Eisleben.
Tipp: Eine Wanderung zum noch heute aktiven Zisterzienserinnenkloster St. Marien zu Helfta (ca. 2,5 km / 30 Min.) verbindet Kultur und Bewegung. Das Kloster bietet zudem Übernachtungsmöglichkeiten in seinem Gästehaus.
