Grenzen des Römischen Reiches – Obergermanisch-raetischer Limes

Der Limes, eines der eindrucksvollsten und das längste archäologische Bodendenkmal Europas, markiert auf insgesamt 550 Kilometern die einstigen römischen Grenzbefestigungen vom Rhein bis zur Donau. Mit Kastellen, Wachtürmen, Mauern und Palisaden grenzte die damalige Weltmacht vor 2.000 Jahren ihr Reich gegen die „Barbaren“ ab.

Der Limes verläuft von Bad Hönningen/Rheinbrohl am Rhein bis zum Kastell Eining an der Donau, kurz vor Regensburg . Neben im Original erhaltenen römischen Relikten sind auch Rekonstruktionen, Ausgrabungen und Nachbauten zu sehen, stellenweise aber ist der Limes, der auf weiten Strecken schnurgerade Wald und Feld durchquert, noch selbst erkennbar.

Besondere Highlights entlang der Route sind die Saalburg in Bad Homburg , ein vollständig wiederaufgebautes Kastell, das Römermuseum in Osterburken, das Limesmuseum in Aalen , größtes Römermuseum Süddeutschlands mit Archäo-Park und Kastell, die Römischen Thermen und das Römermuseum mit Limesinformationszentrum in Weißenburg. Von der eigentlichen Grenzbefestigung sind am obergermanischen Limes Wall und Graben am besten erhalten, was vor allem in einigen Waldgebieten des Westerwaldes und des Taunus sichtbar wird.

Tiefe Einblicke in die Welt der Römer bekommen Sie bei einer Besichtigung der Saalburg, erst recht, wenn Sie diese mit dem „Rundweg Saalburg“ verbinden, der gut zwei Kilometer durch den Taunus und um die Saalburg herum führt. Und danach empfiehlt sich die Einkehr ins römische Museumscafé „Taberna“. Der Obergermanisch-raetische Limes ist übrigens kein selbständiges Weltkulturerbe, sondern Teil des Welterbes „Grenzanlagen des Römischen Reiches“, dessen erste Position der Hadrianswall in England einnimmt.

2008 wurde dann der Antoninuswall in Schottland aufgenommen. Das ändert aber nichts daran, dass der Limes auch allein mehr als eindrucksvoll ist.

Der Obergermanisch-Raetische Limes

UNESCO-Welterbestätte seit 2005

Aus den Anerkennungskriterien

  • Zusammen mit dem Hadrianswall und Antoniuswall in Großbritannien (seit 1987 und 2008 UNESCO-Welterbe) bildet
    der Limes die grenzüberschreitende Welterbestätte „Grenzen des Römischen Reichs“.

  • Der Limes markiert die römischen Grenzbefestigungen mit Kastellen, Wachttürmen, Mauern Palisaden, Gräben und Wällen, mit denen die einstige Weltmacht ihr Reich nach Germanien hin abgrenzte.

  • Mit 550 Kilometern Länge ist er das längste Bodendenkmal Europas.

Information und Kontakt

Verein Deutsche Limes-Straße
Marktplatz 30
73430 Aalen

Tel. +49 7361-52 11 59
Fax +49 7361-52 19 31

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