Im Jubiläumsjahr öffnet Deutschlands älteste Stadt ungewohnte Blickachsen und neue Perspektiven auf das Welterbe.
Unverändert imposant wachen Triers Römerbauten über den Alltag der Moselstadt. Spaziergänger und Shopper schieben sich an der Porta entlang in die Innenstadt, die Türme der hohen Domkirche St. Peter spenden passionierten Boule-Spielenden Schatten und auf dem Vorplatz der ehemalige kaiserlichen Palastaula, der Konstantin-Basilika, trifft sich Triers nächste Generation zum Skaten. Die Harmonie zwischen jahrtausendealter Geschichte und lebendiger Gegenwart prägt Triers Charakter und steht 2026 im Fokus, wenn es an der Mosel heißt: 40 Jahre UNESCO-Welterbe Trier.
Am 28. November 1986 nahm die UNESCO neun von Triers geschichtsträchtigen Bauten in die Welterbeliste auf: Porta Nigra, Konstantin-Basilika, Kaiserthermen, Barbarathermen, Amphitheater, Römerbrücke und Igeler Säule sowie Dom und Liebfrauenkirche, die auf römischen Fundamenten ruhen. Zum runden Geburtstag stellt sich Trier die Frage, wie Welterbe lebendig gehalten werden kann, ohne zur Kulisse zu werden. Antworten darauf wird es über den Jahresverlauf hinweg viele geben: Sonderformate, Interventionen, Konzerte, neue Führungen, die Einheimische und Gäste gleichermaßen ansprechen.
Einblicke in die römische Unterwelt liefert zum Beispiel die Führung ‚Auf kaiserlichen Spuren‘ (Apr. – Okt.), die den Kryptoportikus unter dem ehemaligen Kaiserviertel zugänglich macht. Im Stadtmuseum macht die interaktive Ausstellung ‚Achtung, Baustelle!‘ derweil den Prozess des Bauens erlebbar – von Entwurf bis Statik über römischen Sandstein bis bunter Lego-Baustein. Ergänzend setzt „Trier für Treverer“ auf neue Rundgänge und faszinierende Insider-Infos: vom fordernden Gladiatoren-Training über die Flugexpertise der Porta-Fledermäuse bis hin zum florierenden Tuchhandel entlang der Mosel.
Weitere Informationen: www.trier-erleben.de