Im Jahr 2026 dreht sich in der Klassik Stiftung Weimar alles um das neue Themenjahr „Öffnen“. Außerdem gibt es gleich zwei UNESCO-Jubiläen zu feiern: Die Ernennung von Goethes handschriftlichem Nachlass zum Weltdokumentenerbe jährt sich zum 25. Mal. Zudem wird das 30-jährige Jubiläum der „Bauhausstätten Weimar, Dessau und Bernau“ mit zwei Sonderausstellungen gefeiert.

Themenjahr „Öffnen“ 2026

Ab dem 19. März 2026 öffnet die Klassik Stiftung Weimar Türen, Sammlungen und Perspektiven, um Kultur und Stadt neu zu erleben – inspirierend, diskursbereit und zugänglich. Neben spannenden Veranstaltungen und neuen Ausstellungen zählen die Wiedereröffnungen des Wittumspalais im April und die lang ersehnte Stadtschloss-Eröffnung im Oktober zu den Highlights des Themenjahres.

Weitere Informationen zum Themenjahr „Öffnen“ finden Sie auf der Website und in der neuen Ausgabe „klassisch modern“ – jetzt kostenlos abonnieren!

 

Wiedereröffnung des Wittumspalais mit Sonderausstellung

Am 30. April wiedereröffnet die Klassik Stiftung Weimar das frisch sanierte Wittumspalais am Theaterplatz. Der ehemalige Witwensitz der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar und Eisenach gehört zum Ensemble „Klassisches Weimar“, das 1998 von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen wurde.

Anlässlich der Wiedereröffnung wird vom 30. April bis 13. September im Wittumspalais das großformatige Familiengemälde von Anna Amalia und ihren beiden Söhnen ausgestellt. Die Ausstellung „Das wahre Gesicht der Anna Amalia“ gibt spannende Einblicke in die Herkunfts- und Restaurationsgeschichte des Gemäldes der Braunschweiger Hofmalerin Barbara Rosina de Gasc.

Goethes handschriftlicher Nachlass

Im Goethe- und Schiller-Archiv wird mit der Jahresausstellung „Zwischen Ordnung und Verlust – Die Entstehung der Marke „Goethe““ das 25-jährige Jubiläum der Aufnahme von Goethes handschriftlichem Nachlass ins UNESCO-Weltdokumentenerbe geehrt. Die Ausstellung gibt Aufschluss, wie Goethe bereits zu Lebzeiten begann, seine Schriften systematisch zu archivieren und so für die Nachwelt verfügbar zu machen.

Das Bauhaus in Weimar

In „Historie trifft Gegenwart – UNESCO-Bauhaus-Stätten im Spiegel von Zeit und Sichtweisen“ geben vom 19. März bis 13. Juli 2026 historische Postkarten und Fotografien Einblicke in die Entstehungszeit des Weimarer Bauhauses. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem 1923 errichteten Musterhaus Haus Am Horn – die erste und einzige in Weimar realisierte Bauhaus-Architektur. Sie ist seit 1996 Teil des UNESCO-Welterbes „Bauhaus und seine Stätten in Weimar, Dessau und Bernau“ und steht im Mittelpunkt des diesjährigen Bauhaus-Jubiläums in Weimar.

Ab 21. August „öffnen“ zudem die Grafischen Sammlungen ihre Depots und zeigen in „Gerhard Marcks – Frühe Holzschnitte des Bauhausmeisters“ ihren erst kürzlich erworbenen Schatz. Die frühen, in Weimar entstandenen Holzschnitte werfen ein neues Licht auf die enge Vernetzung und wechselseitige Inspiration der frühen Bauhausmeister und den Beginn einer neuen Epoche.

 

Wiedereröffnung des Weimarer Stadtschlosses

Nach achtjähriger Bauzeit wird im Oktober 2026 der Ostflügel des Weimarer Stadtschlosses wieder zugänglich – als lebendiger Teil der UNESCO-Welterbestätte „Klassisches Weimar“.

Mit dem neuen Besuchszentrum in der historischen Passage am Grünen Haus entsteht ein inspirierender Ausgangspunkt, um Weimars Geschichte und Gegenwart zu entdecken. Zugleich lädt ein moderner Veranstaltungssaal dazu ein, das Schloss als offenen Begegnungsort zu erleben – für Kultur, Wissenschaft und Stadtgesellschaft.