In den Pfahlbauten Unteruhldingen wird das von Land aus unsichtbare UNESCO-Weltkulturerbe der prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen eindrucksvoll präsentiert. Der Rundgang beginnt im ARCHAEORAMA, das die Besucherinnen und Besucher auf den Grund des Bodensees führt. Anschließend laden die rekonstruierten Pfahlbaudörfer auf dem Wasser zu einer Entdeckungstour ein. Live-Shows mit Experimentalarchäologinnen und -archäologen vermitteln anschaulich den Alltag der Steinzeit.
Das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen zählt zu den traditionsreichsten archäologischen Freilichtmuseen Europas. 2026 war es unter den 32 nominierten Häusern für den European Museum of the Year Award (EMYA), dessen Preisverleihung am 13. Juni 2026 im Guggenheim Museum in Bilbao stattfand. Der Hauptpreis ging an das Freilichtmuseum De Gamle By in Aarhus, der Preis der Europäischen Kommission an den Jugendableger des Victoria and Albert Museums in London.
Auch ohne Auszeichnung wurde die Nominierung als bedeutende internationale Würdigung gewertet. Hervorgehoben wurden insbesondere die gesteigerte Vermittlungsqualität, der Museumsneubau, die architektonische Strahlkraft sowie die Vorbildfunktion in den Bereichen Partizipation, Inklusion und Nachhaltigkeit. Die Präsentation im EMYA-Panel „Unearthing the past for the present“ unterstrich zudem die Bedeutung der archäologischen Darstellung der originalen, unter Wasser liegenden Pfahlbauten als UNESCO-Welterbe.
Seit der Eröffnung des Neubaus im Juni 2024 erhielt das Museum bereits zahlreiche weitere Auszeichnungen in den Bereichen Architektur, Tourismus, Museologie und Inklusion. Insgesamt wurde die Einrichtung bislang elfmal prämiert, weitere Anerkennungen stehen in Aussicht. Die Auszeichnungen machen die kontinuierliche Qualitätsentwicklung in der Vermittlung regionaler Geschichte sichtbar und unterstreichen die internationale Bedeutung des Museums.
Jährlich besuchen rund 250.000 bis 300.000 Gäste die Pfahlbauten Unteruhldingen am Bodensee. Sie ermöglichen einen direkten Zugang zur ältesten Geschichte der Region. Gleichzeitig profitieren auch die rund 50 Beschäftigten des Museums, deren Arbeit und Engagement durch die positive Entwicklung und die hohe Anerkennung des Hauses besondere Wertschätzung erfahren.
Weitere Informationen: www.pfahlbauten.de