Licht, Musik, Volkskunst, Weihnachten: Im Erzgebirge wird das bergmännische Brauchtum gepflegt. Die ganze Region ist im Advent von einem Lichterglanz umhüllt. Räuchermänner, Pyramiden, Nussknacker und Schwibbögen schmücken Räume und Fenster. Engel und Bergmann zeigen die Wurzeln dieser Traditionen – alles kommt vom Bergbau her.

Das typische Ensemble des erzgebirgischen Weihnachtsschmuckes wird bis heute in vielen zumeist familiengeführten Manufakturen hergestellt und im Erzgebirge und auch weltweit verkauft.

Viele wunderbare Traditionen wie das Pyramidenanschieben, Bergparaden und Mettenschichten, Hutzenabende oder Mariä Lichtmess werden gepflegt. Auf den zahlreichen großen und kleinen Weihnachtsmärkten des Erzgebirges erlebt man eine einzigartige Atmosphäre.

Blitzende Instrumente, verzierte Uniformen, stolze Bergmärsche und inbrünstiger Gesang: Die Bergparaden zu Weihnachten sind nach wie vor die absoluten Höhepunkte im Erzgebirgs-Jahr und gehören seit 2016 zum Immateriellen Kulturerbe in Deutschland. Am vierten Advent endet mit der Abschlussbergparade in Annaberg-Buchholz traditionell die Reihe der vorweihnachtlichen Bergparaden des Sächsischen Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine.
Weitere Informationen: www.erzgebirge-tourismus.de/weihnachtszeit

Der Stollen im Stolln

Kulinarisch ist das „Neinerlaa“ – wie die Einheimischen sagen, neben dem Weihnachtsstollen das symbolträchtigste Weihnachtsgericht. Neun unterschiedliche Speisen kommen zu diesem Festessen auf den Tisch. Wenn auch das traditionelle Neunerlei in der Advents- und Weihnachtszeit in vielen Restaurants durchgehend auf der Speisekarte einen Platz hat, ist das an den heimischen Herden der Erzgebirger anders. Die Rituale und die Zusammensetzung der Speisen variieren von Familie zu Familie, von Ort zu Ort. Was aber alle eint: Das Neunerlei kommt nur an Heiligabend auf den Tisch – meistens Schlag 18 Uhr mit dem Glockengeläut.

Bis heute ist jeder Stollen ein gutes Stück erzgebirgische Handarbeit: Vom Abwiegen der Zutaten über das Formen, Buttern und Zuckern bis hin zum Verpacken. Jeder Stollen aus dem Erzgebirge hat seine eigene Form und ist damit ein echtes Unikat. So wie der „Bergmannsstollen“ aus der Bäckerei Nönnig, der im Besucherbergwerk Zinngrube auf dem Sauberg in Ehrenfriedersdorf lagert – der „Stollen aus dem Stolln“ sozusagen. Das besondere Klima im Bergwerk macht ihn zu einem besonders saftigen Gebäck in der Weihnachtszeit – ein echter Originalstollen aus dem Erzgebirge.
Weitere Informationen: www.erzgebirge-tourismus.de/heimatgenuss

Bergmännlein Tatock und die Schätze der Weihnacht

Pünktlich zu Beginn der Adventszeit beginnt auch für Bergmännlein Tatock eine ganz besonders aufregende Zeit. Er erlebt auch diese zum ersten Mal über Tage und stellt dabei viele Fragen: Was hat es mit dem Licht auf sich? Was mit den hölzernen Figuren? Was mit der Musik über und unter Tage? Und warum zieht so ein feiner Duft durch die Orte im Erzgebirge? All diesen Fragen geht Tatock in insgesamt vier Adventsgeschichten nach.

Der digitale Erlebnisweg „Tatock und das Geheimnis der Silberstraße“ lädt ein, die außergewöhnlichen Geschichten des UNESCO-Welterbes Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří per App zu erkunden, die malerischen Bergstädte zu entdecken und den lebendigen Traditionen der Region nahe zu kommen.

Ein erstes Hörerlebnis gibt es auf der Website des Tourismusverbandes Erzgebirge e.V..