Jetzt geht’s im Garten richtig los! Unter diesem Motto laden die Bamberger Gärtner am 26. April zum Aktionstag in das Weltkulturerbe Gärtnerstadt ein.

Wenn sich am Morgen die großen Gärtnerei-Tore in der Gärtnerstadt öffnen, erwartet alle Besucher ein vielseitiges Programm, das nicht nur Gartenfans, Foodhunter und Feinschmecker begeistert.
Zwölf Gärtnereien aus dem ganzen Stadtgebiet, von Gemüse-, Obst und Zierpflanzengärtnereien bis hin zu Staudengärten, geben spannende Einblicke in ihre tägliche Arbeit und laden von 10 bis 17 Uhr zum Schauen, Staunen und Mitmachen ein. Das historische Ambiente der Bamberger Gärtnerstadt, in dem ein Großteil der Gärtnereien liegt, verleiht dieser Veranstaltung ein ganz besonderes Flair, die bei freiem Eintritt einen Erlebnistag für die ganze Familie und Genuss für alle Sinne beschert:
Herrliche Frühlings- Blütenpracht verlockt zum beschaulichen Flanieren in historischem Ambiente mit Blick auf den Dom und die Bamberger Kirchen. Von den Gärtnern selbst zubereitete Köstlichkeiten wie Süßholzbratwurst – gegrillt oder blau, Quark- und Radieslabrote, Gärtnereintopf, Kochkäse, feiner Saibling u.v.m. verwöhnen den Gaumen. Bierliebhaber können 8 verschiedene, selbstgebraute Biere des Hopfengartens genießen. Selbstgebackene Rhabarberkuchen, Kirschtorten, „Geschnittene Hasen“ und zahlreiche andere süße Versuchungen stehen für das gemütliche Kaffeetrinken im Grünen bereit. Alles zudem akustisch umrahmt von Livemusik diverser Bands.

Bambergs Gärtnermeister zeigen die neuesten Gartentrends, geben fachkundige Tipps und haben viel Interessantes über ihre schwere aber wunderschöne Arbeit zu erzählen. So gibt z.B. der „Baumflitzer“ Fachvorträge zu Pflege und Schnitt von Bäumen, der Imkerverein zeigt seinen Schaubienenkasten und die Gärtner bieten Beispiele für bienenfreundliche Balkonkästen und Gartengestaltung. Und während sich Gartenfreunde vom Fachmann Tipps zu Gemüseanbau, Garten- oder Grabgestaltung geben lassen, können die Kinder Holzwindräder bemalen, ihr eigenes kleines Insektenhotel basteln, Blumen selbst topfen oder einfach nur in der Hüpfburg toben.

Und nicht zuletzt garantieren vielfältige Mitmachaktionen in den Gärtnereien Jung und Alt einen abwechslungsreichen und spannenden Tag. Während sich die Gartenfreunde z.B. über Gartenerden informieren, eine Selbsterntegärtnerei besuchen und die Vielfalt von 110 verschiedenen Tomatensamen bestaunen oder sich vom Fachmann Tipps zu Gemüseanbau, Garten- oder Grabgestaltung geben lassen, können die Kinder Holzwindräder bemalen, ihr eigenes kleines Insektenhotel basteln, sich im Gummistiefelzielwurf üben, Gold schürfen oder einfach nur in der Hüpfburg toben.

Informationen zu den teilnehmenden Betrieben und zum Programm: www.gaertnerstadt-bamberg.de.
Programmheft und Flyer gibt es beim BAMBERG Tourismus & Kongress Service, Geyerswörthstraße 5, 96047 Bamberg, Tel. 0951/2976 200, Email: info@bamberg.info, Internet: www.bamberg.info.

Hintergrundinformationen zu den Bamberger Gärtnern
Der Tag der offenen Gärtnereien findet seit 2011 alljährlich statt und ist eine Gemeinschaftsaktion zwischen der IG Bamberger Gärtner und dem Zentrum Welterbe Bamberg, die sich rasch zu einem überregionalen Veranstaltungsereignis mit bis zu 6.000 Besuchern entwickelt hat.
Die Bamberger Gärtnerstadt stellt mit ihren innerstädtischen, von Erwerbs-Gärtnern bewirtschafteten Flächen eine kulturelle Besonderheit dar, die zur Ernennung der Stadt als UNESCO-Welterbe wesentlich beigetragen hat. Seit dem Mittelalter bauen in diesem Stadtteil die Bamberger Gärtner ihre Produkte an, die sie, damals wie heute, weit über die Region hinaus exportieren. Mit ihrer besonderen Beharrlichkeit haben die Gärtner an ihren innerstädtischen Produktionsflächen festgehalten und damit die mittelalterliche Stadtstruktur bis heute erhalten. Somit verfügt Bamberg über ein einmaliges städtebauliches Geschichtsdokument. 2016 wurde der „Innerstädtische Erwerbsgartenbau in Bamberg“ in das „Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes“ der UNESCO aufgenommen.
Dieses weniger bekannte Bamberger Viertel ist für Besucher noch immer ein Geheimtipp, das sich mit dem ausgeschilderten Rundweg durch die Gärtnerstadt und dem Besuch des Gärtner- und Häckermuseums optimal erkunden lässt. Wer allerbeste Qualität beim Einkauf sucht, findet dort direkt ab Gärtnerei eine breite Palette erntefrische Produkte – darunter auch „Raritäten“ alter, lokaler Sorten, wie z. B. die bekannte Feinschmecker-Kartoffel „Bamberger Hörnla“.
Vor einigen Jahren haben sich nun die Gärtner zu einer Interessengemeinschaft (IG) aus 18 Traditionsgärtnereien zusammengeschlossen, deren Angebotsspektrum von Gemüse- über Kräuter-, Obst- und Zierpflanzengärtnereien bis hin zu Baumschulen und Staudengärten reicht. Unter dem Logo „Gutes aus der Gärtnerstadt“ werden ausschließlich Produkte angeboten, die auf Bamberger Gärtnerland gewachsen sind. Dieses Qualitätssiegel garantiert dem Verbraucher qualitativ hochwertige, saisonale und frische Ware und ermöglicht ihm Ressourcen schonenden und nachhaltigen Konsum. Ein ansprechender Einkaufsführer informiert über das jeweilige saisonale Angebot und die Öffnungszeiten der einzelnen Betriebe, die in der Regel direkt ab Gärtnerei verkaufen. Zentrales Ziel der IG ist es, dass auch künftige Generationen in Bamberg als Gärtner eine ausreichende Erwerbsgrundlage finden. Die Bamberger Gärtnereien verstehen sich als regional verwurzelte Betriebe die auch ausbilden und in Bamberg zahlreiche Arbeitsplätze schaffen. So setzen sie die gärtnerische Tradition ihrer Vorfahren fort. Gleichzeitig bewahren sie durch die Bewirtschaftung der historischen Anbauflächen im Stadtgebiet ein einzigartiges städtisches Kulturgut, das Bamberg als Welterbe unverwechselbar macht.