„Leben und Wohnen im und mit dem Welterbe“ lautete das Thema der Jahrestagung, zu der Vertreter der 44 deutschen UNESCO-Welterbestätten vom 21. bis zum 23. Mai 2019 in Dessau-Wörlitz zusammenkamen.

Denkmalgeschützte Bauten, Prächtige Altstädte und außergewöhnliche Landschaften – es sind die Menschen, die hier leben und arbeiten, die die Welterbestätten mit Leben füllen, die sich für deren Erhalt und deren Pflege einsetzen und dabei die Zukunft stets fest im Blick haben. Die Jahrestagung der UNESCO Welterbestätten in Deutschland vom 21. bis 23. Mai 2019 in Dessau-Wörlitz beleuchtete, welche Herausforderungen, Chancen und Verantwortlichkeit das Leben im und mit dem Welterbe mit sich bringt, wie der Spagat zwischen Erhalt und Erneuerung gelingt oder wie das Thema Welterbe an und mit den Bewohnerinnen und Bewohnern vermittelt und gestaltet werden kann. Die Frage, wie wir wohnen, damals, heute, in der Zukunft warf einen spannenden Blick in Ideen, Möglichkeiten und Perspektiven.

Die Jahrestagung des UNESCO Welterbestätten Deutschland e.V. und der Deutschen UNESCO Kommission bietet jedes Jahr eine hervorragende Plattform für den Austausch zwischen Vertretern der Welterbestätten, Experten aus Politik, Bildung, Denkmalpflege, Kultur und Tourismus sowie Beteiligten von kommunaler, regionaler und Landesebene.

Referentinnen und Referenten gaben aus den unterschiedlichen Perspektiven Einblicke in ihre Arbeit und diskutierten die Aspekte des Wohnens im Welterbe mit den Teilnehmern. Dem direkten Austausch und der Diskussion konkreter Themen und Fragestellungen wurde in Arbeitskreisen Raum geschaffen, um von den Erfahrungswerten und dem Know-how der rund 100  Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu profitieren.

Claudia Schwarz, Vorsitzende der Unesco-Welterbestätten Deutschland e.V. freute sich über die Gelegenheit, mit den Kolleginnen und Kollegen der Welterbestätten zu netzwerken. „Jedes Jahr besuchen wir eine andere Welterbestätte im Rahmen unserer Jahrestagung. Neben dem fachlich fundierten Input der Referenten nehmen wir zahlreiche Ideen und Anregungen von der gastgebenden Welterbestätte mit.“ so Schwarz.

Bereits beim Empfang im Festsaal Schloss Wörlitz hatten die Teilnehmer der Tagung die Gelegenheit die UNESCO-Welterbestätte mit den Wörlitzer Gartenanlagen kennenzulernen. Die Grußworte sprachen Staatsminister Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, Brigitte Mang, Vorstand und Direktorin der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, Maik Strömer, Bürgermeister Oranienbaum-Wörlitz, Prof. Dr. Hartwig Lüdtke, Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission sowie Claudia Schwarz, Vorsitzende des UNESCO Welterbestätten Deutschland e.V..

Als Key-Note-Speaker hat Prof. Dr. Eike Wenzel vom Institut für Trend- und Zukunftsforschung in Heidelberg einen Blick in die Zukunft gewagt: „Wie wir in Zukunft leben und mit unserer Vergangenheit umgehen werden“ lautete das Thema, mit dem erste Denk-Impulse für die anschließenden Vorträge von Referenten aus den einzelnen Welterbestätten gegeben wurden. Dr. Birgitta Ringbeck, hat als Vorsitzende des Kuratoriums Konzept, Projekte und Kooperationen der Deutschen Stiftung Welterbe vorgestellt. Nadya König-Lehrmann stellte das Konzept Generation Welterbe – Kulturlandschaft für Jung und Alt vor. In der Stuttgarter Weißenhofsiedlung wurde immer gewohnt. Herbert Medek stellte für das Architektonische Werk von LeCorbusier vor, wie das Leben im Welterbe funktioniert. Anja Domnik vom Weltnaturerbe Wattenmeer berichtete über den grenzenlosen Austausch mit den Nachbarländern Niederlande und Dänemark. Am Beispiel der Stadt Bamberg stellte Michael Heger vor, wie das Miteinander von Besuchern und Bewohnern klappt. Der Weg der Stadt Weimar zur digitalen Tourist-Information wurde schließlich von Mark Schmidt vorgestellt und das neue Netz an Welterbe-Informationszentren im Bereich des Harzer Weltkulturerbes erläuterte Gerhard Lenz, Geschäftsführer des Weltkulturerbe Rammelsberg.

 

Einladung zur Jahrestagung 2019 der UNESCO Welterbestätten in Dessau-Wörlitz